Unternehmensfotos — wenn es Zeit wird für ein neues Bild
Wenn Unternehmen anrufen und sagen, sie brauchen neue Fotos, steckt dahinter selten ein einziger klarer Grund. Meistens ist es eine Kombination: Die Bilder sind drei, vier Jahre alt, Mitarbeitende haben gewechselt, der Fokus hat sich verändert. Manchmal möchte man einfach neue Impulse — so wie Agenturen regelmäßig ihre Dienstleister wechseln, ist das bei Fotografen genauso normal und sinnvoll. Der häufigste echte Auslöser ist für mich ein Zielwechsel: Man möchte authentischer wirken, näher dran sein, oder die alten Bilder zeigen einfach nicht mehr, wofür das Unternehmen heute steht.
Wie ein Auftrag bei mir abläuft
Bevor ich eine Kamera in die Hand nehme, geht es um ein gutes Briefing. Wofür werden die Bilder eingesetzt — Website, Social Media, Kampagne? Welche Formate werden gebraucht? Wie nah, wie authentisch soll es werden? Ich schicke im Vorfeld gerne Galerien aus früheren Projekten, damit man ein Gefühl bekommt, in welche Richtung es gehen soll — cleaner Hintergrund oder lebendig und indoor, konsistente Porträtreihe oder eine Mischung. Je mehr ich im Vorfeld weiß, desto besser kann ich mich vorbereiten. Das muss aber kein ausführliches Dokument sein — meistens reicht ein kurzes Telefonat.
Am Drehtag brauche ich etwa eine halbe Stunde für Aufbau und Orientierung. Dann arbeite ich nach dem Zeitrahmen des Unternehmens — wer wann wo verfügbar ist, gibt die Struktur vor, nicht ich. Ich fotografiere viel und dynamisch, gebe wenn nötig Input zu Licht und Aufstellung. Nach dem Shooting sichere ich die Dateien und gehe in die Bildauswahl — das läuft im Hintergrund, davon bekommt der Kunde nichts mehr mit.
Geht es bei einem Auftrag weniger um klassische Corporate-Bilder und mehr darum, Kultur und Arbeitsatmosphäre zu zeigen, lohnt sich ein Blick auf Employer Branding Fotografie — das ist ein etwas anderer Ansatz mit einem anderen Fokus.
Für wen ich arbeite
Von der Einzelperson über das Startup bis zum Mittelständler mit fünfhundert Mitarbeitenden — das Spektrum ist breit. Konzerne buchen mich eher für Eventfotografie, bei Rebrandings oder neuen Kampagnen sind es meistens lokale Unternehmen aus der Rhein-Neckar-Region.
Was manchmal hinten runterfällt
Bilder werden nicht vernünftig abgelegt oder benannt — und nach einem Jahr findet niemand mehr das Original. Zeitpläne werden manchmal zu eng kalkuliert. Oder Gruppenfotos entstehen in Unternehmen mit hoher Fluktuation, und drei Monate später sind die Hälfte der abgebildeten Personen weg. Und manchmal werden einfach zu lange alte Bilder mitgeschleppt, die längst nicht mehr zeigen, wo das Unternehmen heute steht.
Was es kostet
Unternehmensaufträge starten bei mir ab etwa 800 Euro netto. Ein voller Drehtag liegt je nach Umfang zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Weitere Details zu Ablauf, Lieferung und Nutzungsrechten gibt es in der FAQ.